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© 2009 Antik Greef
Fachwissen
| Diese Seite ist im Aufbau und soll dazu dienen, wichtige und interessante Kenntnisse zum Holz, Stil, Baujahr, Bearbeitung, Herstellung u.a. von Möbeln zu geben, Wissen was man sonst nur durch viel Erfahrung, viel Lesen oder durch Geheimptipps bekommen kann. In der Hauptsache für andere Möbel-Restauratoren aber auch für den interessierten Laien. | ||
| Gebrauchsanleitung für eine Milchzentrifuge | ||
| Die Beurteilung des Alters ( hier anhand von Stühlen) anhand von Werkzeugspuren: Die Industialisierung Ende des 19. Jhdt. brachte es mit sich, dass nach und nach immer mehr Maschinen für die Holzbearbeitung verwendet wurden, wie Bohmaschine, Kreissäge, Bandsäge, Hobelmaschine und Fräse. Wenn sie nicht nachträglich beseitigt werden hinterlassen diese Maschinen deutliche zu erkennende Spuren. Auch die vor der Industrialisierung ausschließlich benutzten Handwerkzeuge, wie Gestellsägen, Hobel, Stemmeisen, Streichmaß u.a. hinterließen ihre Spuren. | ||
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Gestellsägen gibt es mit groben und feinen Zähnen und eine für Schweifungen mit schmalem Rücken | |
| Gestellsägen | ||
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| Gestellsägenspuren - fein | Gestellsägenspuren - grob | |
| Hier die Spuren der Gestellsäge. Da handgeführt, ergeben sich durch unterschiedlichen Druck , Winkel und Durchzugsweite beim Sägen Unregelmäßigkeiten und verschiedene Abstände der einzelnen Absätze. Jeder Absatz entspricht einem Stoß mit der Gestellsäge | ||
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| Bandsägenspuren - fein | Bandsägenspuren - grob | |
| Auffallend sind hier die ganz geraden Sägespuren, da das Bandsägeblatt ja starr eingebaut ist und man das Holz auf gerader Ebene diesem zuführt. Bei gleichmäßigem Druck sind die Abstände eines Umlaufes und damit der Absätze gleich groß | ||
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Hier die Spur eines Kreissägeblattes, deutlich die runden Spuren zu sehen, die dem Durchmesser des Sägeblattes entsprechen | |
| Kreissägenspuren | ||
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Beim Dickenhobeln ist der Hobelschlag kaum zu sehen, eher wie hier eine Scharte im Hobelmesser, die sich beim Hobeln am Holz abzeichnet. | |
| Dickenhobelspuren | ||
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Beim Abrichten eines Holzes an der Abrichte entsteht der Hobelschlag, kleine Einschläge der einzelnen Hobelmesser. Diese sehen unterschiedlich aus und hängen von vielen Faktoren ab: Wieviel bei einem Durchgang abgehobelt wird, der Anzahl der Messer, der Auswuchtung der Messer, aber auch mit welcher Kraft und Schnelligkeit ich das Holz über die Abrichte führe. Bei modernen Spiralmesserwellen ist kein Hobelschlag zu sehen. | |
| Abrichtespur | ||
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Hier wurde ein Stuhl aus der Biedermeierzeit mit seinem Zapfen durchgestemmt. Der Zapfen ist eckig, wurde also mit einem Stemmeisen ausgeführt. Vorher wurde das zu stemmende Loch angerissen, d.h. mit dem hier abgebildetem Streichmaß angezeichnet. Dabei gehen die Streichmaßrisse über das Zapfenloch hinaus. Streichmaßrisse sieht man auch bei handgezinkten Schubladen. | |
| Zapfenloch & Streichmaß | ||
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Hier wurde in den 20er Jahren ein Stuhl mittels der Bohrmaschine mit einem Zapfenloch versehen. | |
| Zapfenloch - gebohrt | ||
![]() | Zur Biedermeierzeit wurde wegen der ernormen Aufwandes *Schnittholz herzustellen* auch Holz benutzt welches heute Abfallholz ist. Hier eine Stück einer Stuhlzarge mit Markröhre (oberer Pfeil), die sich *in der Mitte* eines Baumes befindet. Wegen ihrer weichen Konsistenz wird sie heute wie auch der Flügelast (unterer Pfeil), normalerweise herausgetrennt. | |
| Flügelast & Markröhre | ||











